Standort mit Geschichte
Wer durch den Dresdner Stadtteil Strehlen spaziert, entdeckt im historischen Dorfkern ein kleines Ladengeschäft mit der Aufschrift „wasserpur – FEINER GENUSS“.
Hier befinden sich die Aquathek, die Dokumentation Wassertrinkkultur und die Redaktion des Onlinemagazins wasserpur. Das Haus wurde 1893 anstelle einer 1883 abgebrannten Wassermühle errichtet. Noch immer fließt wenige Meter entfernt der Kaitzbach, der am Terrassenufer unterhalb der Brühlschen Terrasse in die Elbe mündet. Eine Festschrift der benachbarten Christuskirche deutet 1915 den Ortsnamen Strehlen als „Gesundbrunnen, Heilbrunn“.
Dresden selbst bietet dafür ein besonderes Umfeld. Friedrich Adolph August Struve entwickelte hier seine künstlichen Mineralwässer. Seine Abhandlungen zur Anfertigung künstlicher Mineralwässer werden heute in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats und Universitätsbibliothek Dresden bewahrt. Dort eröffnet auch das Deutsche Archiv der Kulinarik Zugänge zur Geschichte von Ess und Trinkkultur.
Dresden selbst bietet der Dokumentation Wassertrinkkultur einen besonderen Nährboden. Hier entwickelte Friedrich Adolph August Struve seine künstlichen Mineralwässer. Seine Abhandlungen werden heute in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden bewahrt, wo seit 2022 auch das Deutsche Archiv der Kulinarik zugänglich ist. An der TU Dresden wird zudem erforscht, wie sich historische Kochkunst, Tafelkultur und Geschmack für die Gegenwart erschließen lassen.
Durch den Großen Garten erreicht man zu Fuß das Deutsche Hygiene Museum. Seine Gründung geht auf Karl August Lingner zurück, den Dresdner Odol Fabrikanten und Initiator der I. Internationalen Hygiene Ausstellung von 1911. Mehr als fünf Millionen Menschen kamen damals nach Dresden. Die Ausstellung vermittelte Wissen über den menschlichen Körper, Gesundheitsvorsorge und Ernährung und gab den Anstoß zur Gründung des Museums.
Der gemeinnützige Familienstift e. V. nutzt seit 2014 die ehemaligen Räume der Stern Drogerie Baumann. Von hier aus entstehen dem Satzungszweck entsprechend Formate, die Wassertrinken in unterschiedlichen Zusammenhängen untersuchen und nachvollziehbar machen.
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